Zwar besitzen ca. 75 % aller deutschen Haushalte eine Hausratsversicherung, doch nur jeder Zehnte hat auch wirklich einen für ihn maßgeschneiderten Vertrag. Häufigstes Manko ist, dass die Versicherung zu lange nicht „gewartet“ wurde, das heißt, dass sich in der Zwischenzeit der Wert des Inventars deutlich gesteigert hat und die Höhe der Versicherungssumme übersteigt.
Dies geht relativ schnell: das Studium ist abgeschlossen, die erste Anstellung gefunden, und schon wird aus der Studentenbude eine schön eingerichtete Zwei-Raum-Wohnung. Die Wohnfläche ist entsprechend größer, und auch der Wert des Mobiliars steigt. Diese sogenannte Unterversicherung kann imSchadensfall richtig teuer werden, denn wenn sich die Versicherungssumme auf 50.000 € beläuft, der Hausrat aber 100.000 € wert ist, werden trotzdem nur 50.000 € ausgezahlt.
Auch wenn nur einzelne Gegenstände beschädigt oder gestohlen werden, erstatten die Versicherer nur anteilig entsprechend der Höhe der Unterversicherung. Ab einem gewissen Wert der Einrichtung, zum Beispiel durch wertvolle Möbel, Fernseher usw., empfehlen die Versicherungen daher, ungefähr alle zwei bis drei Jahre den eigenen Hausrat mit einer Inventarliste zu bewerten. Dabei ist vor allem zu beachten, dass im Falle eines Falles nicht der Zeitwert, sondern der Wiederbeschaffungswert der Gegenstände oder des Inventars gilt.
Vor allem bei hochwertigen Möbeln, Elektrogeräten aber auch Schuhen und Bekleidung sollte dies nicht zu niedrig angesetzt werden. Von besonders wertvollen Gegenständen sollten darüber hinaus Fotos gemacht werden und bei der Versicherung gemeinsam mit der Inventarliste hinterlegt werden. So ist im Schadensfall schnell zu beweisen, dass Art Deco & Co sich wirklich im persönlichen Besitz befunden haben.
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