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Laut einer aktuellen Umfrage fühlen sich etwa vier von fünf Bürgern nicht ausreichend über die Regelungen der Rente mit 67 informiert, obwohl dieses Thema bereits seit einiger Zeit mehrfach in den Medien behandelt wird. Oft geschieht dies allerdings auf eine für die Bevölkerung nur schwer verständliche Weise, die Informationen sind selten auf die Bedürfnisse der Beschäftigten zugeschnitten. Daher geht auch ein Drittel der insgesamt 1.000 Befragten davon aus, dass die Neuregelung des Rentenalters bereits jetzt gültig ist, ebenso viele wissen so gut wie gar nichts über die Rente mit 67.
Fakt ist, dass sie nach dem aktuellen Stand der Politik schrittweise eingeführt werden soll, erst im Jahr 2029 wird sie voraussichtlich vollständige Gültigkeit erlangen. Diese Gesetzesänderung wurde beschlossen, um den finanziellen Belastungen durch den demografischen Wandel der Bevölkerung entgegenzuwirken. Da die Lebenserwartungen inzwischen deutlich höher sind als früher und die Geburtenraten zugleich sinken, werden in Zukunft immer weniger Arbeitnehmer für die Alterssicherung einer wachsenden Zahl an Senioren aufkommen müssen.
Derzeit stehen für die Finanzierung eines Rentners statistisch gesehen noch drei Beschäftigte zur Verfügung, in Zukunft könnte sich dieses Verhältnis aber deutlich verschieben. Sollten sich die gesellschaftlichen Entwicklungen auch künftig unverändert fortsetzen, müssten die Beiträge eines Arbeitnehmers in zwanzig Jahren bereits ausreichen, um zwei Rentner zu finanzieren. Dennoch sind nur wenige bereit, tatsächlich bis zu ihrem 67. Lebensjahr zu arbeiten. Jeder dritte Befragte möchte sich lieber durch privates Sparen einen früheren Renteneintritt ermöglichen, ebenso viele Befragte sind bereit, für einen zeitigen Ruhestand geringere Rentenzahlungen zu akzeptieren.
Generell erntet die Neuregelung in der Bevölkerung nur wenig Zustimmung, der Großteil der Befragten spricht sich dagegen aus. Zugleich steigt das Bewusstsein für die Bedeutung der privaten Altersvorsorge, obgleich sich nur ein geringer Anteil der Umfrage-Teilnehmer bereits intensiv mit dieser Thematik beschäftigt hat.





