Die Beiträge für Krankenversicherungen steigen und eine Kostensenkung ist nicht in Sicht. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen immer weniger Leistungen, während private Versicherungen mit besserem Service immer unerschwinglicher werden.
Die Kosten bei den privaten Versicherungen steigen sogar um ein gutes Drittel schneller als bei den gesetzlichen Krankenkassen. Aber mit fünf einfachen Strategien lassen sich die Kosten reduzieren, sodass ein guter Versicherungsschutz nicht zur finanziellen Belastung wird. Die Gründe für die aktuelle Kostenexplosion lassen sich durch die steigende Lebenserwartung der Versicherten und die anwachsenden Kosten für Medikamente erklären. Außerdem scheinen viele Ärzte das Spektrum der Preise, die sie verlangen dürfen, massiv auszuschöpfen, um sinkende Einnahmen bei den gesetzlich Versicherten zu kompensieren.
Diese Entwicklung geht zulasten der Patienten. Zwar kann man versuchen, zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln, aber das wird mit zunehmendem Lebensalter und Vorerkrankungen immer teurer und schwieriger. Um seine Kosten zu senken, muss man nicht unbedingt die private Krankenkasse wechseln. Oft reicht es, einen anderen Tarif bei seinem Anbieter zu wählen. Die Krankenkasse wird so einen Wechsel allerdings nicht unterstützen, zumal sie mit solchen Angeboten vorrangig junge, gesunde Neukunden werben will.
Allerdings darf sie Bestandskunden einen Wechsel nicht verweigern. Bei Konflikten steht die kostenfreie Schlichtungsstelle der Versicherung zur Verfügung. Wenn man feststellt, dass man zu viele Leistungen bei seinem Anbieter abgedeckt hat, kann man manche Bereiche kündigen. Wer einen Teil der ambulanten Behandlungen selbst zahlt, kann durch die damit verbundene Tarifsenkung ebenfalls sparen. Der Wechsel eines Anbieters empfiehlt sich fast nur für junge, gesunde Versicherte. Und die bisherige Versicherung sollte nicht älter als fünf Jahre sein. Die letzte Maßnahme ist der Wechsel in den Basistarif, der bei Privaten genauso viel kosten kann wie bei den gesetzlichen Krankenkassen. Langfristig Versicherte können dabei von ihren Einlagen profitieren und auf einen ermäßigten Beitrag hoffen.

