Das gilt besonders für die Ausrüstung des Wintersportlers, aber auch für seine Versicherung. Zwar kommt es statistisch gesehen selten zu schweren Unfällen, aber wenn es dennoch zu einem Zwischenfall kommt, können hohe Kosten auf die Betroffenen zukommen. Ein wichtiger Kostenfaktor bei Skiunfällen ist der Transport der Verletzten: Die Kosten hierfür können schnell bis zu 5.000 Euro betragen, von denen die Krankenversicherung gerade ein Zehntel erstattet.
Die Verbraucherzentrale Sachsen rät, die Existenzrisiken auf der Skipiste ebenso zu versichern wie im Alltag. Dazu gehören in jedem Fall eine Krankenversicherung, eine Berufsunfähigkeitsversicherung und eine Haftpflichtversicherung. Wenn der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BUZ), zum Beispiel aufgrund einer Vorerkrankung, nicht möglich ist, sollte eine Unfallversicherung abgeschlossen werden. In manchen Fällen ist auch eine Kombination aus beiden Versicherungen sinnvoll: Wer durch einen Unfall Invalide wird und somit berufsunfähig, erhält dann eine einmalige Zahlung aus der Unfallversicherung und eine monatliche Rente aus der BUZ.
Verbringt man den Winterurlaub im Ausland, benötigt man eine Auslandskrankenversicherung, die im Notfall die Kosten für den Transport nach Deutschland übernimmt. Es werden auch spezielle Wintersportversicherungen angeboten, unter anderem vom Deutschen Skiverband. Ein solches Paket beinhaltet neben Unfall-, Kranken- und Haftpflichtversicherung auch eine Rechtsschutzversicherung. Auch die Ausrüstung ist hier gegen Bruch und Diebstahl versichert.
Vor dem Abschluss neuer Versicherungen sollten die Urlauber in jedem Fall prüfen, inwieweit bestehende Policen die Risiken des Wintersports abdecken. Versicherungspakete können sinnvoll sein, beinhalten aber häufig Leistungen, die nicht notwendig sind, weil sie bereits durch andere Versicherungen erbracht werden. Daneben rät die Verbraucherzentrale, auf die Versicherungssumme solcher Pakete zu achten, da diese oft niedrig ausfalle.

